
Kurzwelle gegen Mittelwelle: Welche Infrarotlampe eignet sich wirklich für Ihren Stoff?
Die falsche Wellenlänge des Infrarotspektrums zur Trocknung von Textilien führt unweigerlich zu Problemen. Ich habe das schon viel zu oft gesehen: Ein Ingenieur wählt die Lampe ausschließlich anhand der Leistung in Watt aus – ohne Rücksicht darauf, wie das Material tatsächlich Wärme aufnimmt. Das Ergebnis sind hohe Stromkosten sowie beschädigte Textilien.
Es ist eine frustrierende Art, Geld zu verschwenden.
Über Wellenlängen
Kurzwelliges Infrarot (SWIR) zeichnet sich durch seine Schnelligkeit aus. Die Strahlung trifft sehr schnell und intensiv auf die Oberfläche des Stoffs. Wenn Sie schnell trocknen möchten oder Ihre Produktionslinie in einer engen Ecke der Fabrik untergebracht ist, dann ist dies die beste Lösung. So kann die Trocknungsprozess sofort abgeschlossen werden.
Doch wenn es um dicke Stoffe geht, benötigen Sie Mittelwellen-Infrarot (MWIR). Die meisten Fasern und Feuchtigkeitsanteile „empfehlen“ nämlich mittelwelliges Infrarot – schließlich dringt diese Art von Strahlung tiefer in den Stoff ein. Dadurch kann der Kern des Stoffs getrocknet werden, ohne dass die obere Schicht beschädigt wird. Es handelt sich dabei um einen sanfteren und effektiveren Trocknungsprozess.
Die Komponenten in der Lampe
Für solche Lampen verwenden wir hochreinen Quarz. Warum? Weil er den thermischen Belastungen standhalten kann und nicht kristallisiert, wenn die Temperatur extrem hoch wird.
Außerdem gibt es noch die Beschichtung. Klarer Quarz lässt die Strahlung einfach durchdringen. Beschriftete Lampen hingegen reflektieren die Wärme zurück zum Stoff. Dadurch wird die Trocknung intensiver – doch die Lampe selbst wird dadurch auch viel heißer. Wenn Sie eine Hochleistungs-Lampe verwenden, dürfen Sie das Kühlsystem auf keinen Fall vernachlässigen. Andernfalls riskieren Sie, dass die Lampen kaputtgehen.
In Betrieb nehmen
Um diese Lampen in eine Produktionslinie einzubauen, braucht man etwas Geschick. Egal, ob Sie R7- oder Sk15-Anschlüsse verwenden – halten Sie die Kontaktpunkte immer sauber. Eine kleine Menge Schmutz kann dazu führen, dass es zu Spannungsüberschlägen kommt – und das wiederum führt dazu, dass die Lampe vorzeitig kaputtgeht.
Ein weiterer Tipp: Passen Sie die Spannung an die Last der Leitungen an. Wenn Sie viele Lampen hintereinander anschließen, führen Spannungsabfälle zu Problemen.
Außerdem: Wenn Sie 300-mm-Lampen mit hoher Leistung verwenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Steuergeräte den Anstieg der Stromstärke beim Einschalten bewältigen können. Um den Betrieb reibungslos zu gestalten, empfehle ich immer einen Ersatzansatz. So können Sie die Lampe schnell austauschen und wieder mit der Arbeit fortfahren – statt stundenlang darauf warten zu müssen.