
Warum die meisten Infrarotheizer versagen – und wie wir unseren Heizer repariert haben
Wir haben einige Zeit damit verbracht, etwa 2.000 Betriebe für die Pulverbeschichtung zu besuchen. Wir waren nicht dort, um etwas zu verkaufen – sondern um herauszufinden, wo genau die Heizer versagen.
Es stellt sich heraus, dass die meisten fertigen Heizer einfach nicht für die Anforderungen in einer Produktionslinie geeignet sind. Wegen des Schmutzes sowie der ständigen Erwärmung und Abkühlung geben sie schließlich auf. Wir haben alles, was wir in diesen Betrieben gesehen haben, genutzt, um unsere eigenen Heizer neu zu konstruieren.
Die Wärmequelle
Um Pulver zu härten, braucht man eine schnelle Wärmeabgabe. Deshalb verwenden wir Kurzwellen-Infrarotstrahlen – diese dringen viel schneller durch die Pulverschicht als Mittel- oder Langwellenstrahlen.
Der Trick besteht darin, dass wir 400-V-Systeme statt 220-V-Systeme nutzen. Das klingt nach einem technischen Detail – doch es ist eigentlich das Geheimnis hinter der Effektivität dieser Heizer. So können wir mehr Leistung in einem kleineren Raum unterbringen, ohne dass die Elektronik beschädigt wird. Die Wärme wird genau dort abgegeben, wo sie benötigt wird.
Konstruktion
Alle verwenden Quarzglas – doch rohes Quarzglas ist in einer Umgebung mit vielen Chemikalien zu brüchig. Es reißt einfach. Deshalb fügen wir spezielle Beschichtungen hinzu. Diese schützen nicht nur den Rohrteil, sondern helfen auch dabei, die Wärmeabgabe zu regulieren.
Außerdem gibt es noch die Steckverbinder. Hier gehen meistens die Probleme los. Wenn der Heizer lose wird oder an den Kontakten Funken sprühen, wenn der Ofen seine maximale Temperatur erreicht, stoppt die gesamte Produktionslinie. Je nachdem, wie stark die Transportbänder vibrieren, verwenden wir R7- oder Sk15-Steckverbinder. Damit bleibt der Heizer fest an seinem Platz – egal wie sehr die Maschinen vibrieren.
Einsatz in der Praxis
Im Grunde handelt es sich dabei um Ersatzteile, die direkt eingebaut werden können. Man tauscht sie einfach in die Trocknungstunnel ein – sofort sind die Aufwärmzeiten kürzer und die Stromkosten sinken.
Aber Vorsicht: Diese Heizer sind sehr leistungsstark. Da die Wärme so konzentriert ist, muss man vorsichtig sein. Wenn die Transportbänder zu langsam laufen oder die Teile zu dünn sind, kann die Beschichtung beschädigt werden.
Stellen Sie sicher, dass die Geschwindigkeit der Transportbänder zur Leistung der Heizer passt. Wenn man dieses Gleichgewicht findet, funktioniert alles perfekt.