
Die richtige Farbe erreichen: Die echte Physik der Beleuchtung von Textilien
Die meisten Textilbeleuchtungen strahlen einfach Licht auf ein Stück Stoff ab – und das ist’s. Doch wenn schon einmal eine ganze Ladung Stoffe abgelehnt wurde, weil die Farben nicht übereinstimmten, dann weiß man, dass eine „ausreichende“ Beleuchtung ein Albtraum ist.
Schon eine Abweichung von ein paar Nanometern in der Lichtquelle kann den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Verkauf und einem großen Verlust bedeuten. Deshalb konzentrieren wir uns auf solche Details wie Photometrie und thermische Stabilität. Das ist die einzige Möglichkeit, solche kostspieligen Fehler zu vermeiden.
Auf das perfekte Spektrum ausgerichtet
Wir streben nicht nach „Helligkeit“. Helligkeit ist einfach zu erreichen. Was wir wirklich wollen, ist eine bestimmte spektrale Leistungsdistribution.
Das Problem ist: Die meisten Lampen haben unregelmäßige Schwankungen in ihren Emissionsspektren. Dadurch entsteht Metamorphismus – das Problem, dass ein Stoff unter der Beleuchtung im Laden perfekt aussieht, aber im Sonnenlicht völlig falsch wirkt.
Um dieses Problem zu lösen, kalibrieren wir unsere Lampen so, dass sie dem D65-Standard entsprechen. Das klingt einfach, ist aber in Wirklichkeit eine schwierige Aufgabe. Wir müssen sehr genau darauf achten, welches Filamentmaterial sowie welche Gase sich im Quarzkörper befinden. Selbst eine kleine Abweichung im Gasdruck kann dazu führen, dass das gesamte Spektrum verändert wird – und die Farben somit falsch angezeigt werden.
Der Kampf gegen die Hitze
Hitze ist der Feind der Genauigkeit. Wenn eine Lampe warm wird, verschiebt sich ihre Strahlungskurve in Richtung des roten Teils des Spektrums. Wenn man das nicht kontrolliert, ändern sich die Farben im Laufe des Tages.
Um dies zu verhindern, haben wir unsere Lampenhüllen mit aktiven Kühlmechanismen ausgestattet. So bleibt die Betriebstemperatur konstant. Dadurch bleibt die Farbwiedergabe genau dieselbe – vom Moment des Einschaltens bis zum Ende der Schicht. Keine Vermutungen mehr. Kein „Ich muss das mal unter einer anderen Lampe überprüfen“.
Qualität statt reiner Leistung
Man könnte zwar die Leistung einer Lampe erhöhen, um mehr Licht zu erhalten. Aber das hat seine Nachteile: Eine zu hohe Leistung führt dazu, dass das Filament schneller ausbrennt und die Kalibrierung beeinträchtigt wird. Man erhält zwar mehr Licht, verliert aber dabei die Genauigkeit der Farben.
Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden: Wir optimieren unsere Lampen auf Stabilität statt auf reine Leistung. Vielleicht braucht man mehr Lampen auf dem Prüfstand, um die gewünschte Ausleuchtung zu erreichen. Doch die Farben bleiben dabei tausende Stunden lang genau gleich.
In einem Umfeld mit hohen Anforderungen an die Qualität ist diese Zuverlässigkeit das Einzige, was wirklich zählt.